Jeffrey Cross
Jeffrey Cross

Lernen Sie die wachsende Maker-Bewegung von Bangkok kennen

Die Macherbewegung ist wirklich global geworden. Es gibt wenige Orte, an denen Makerspaces und der Herstellerethos der Zusammenarbeit, des Austauschs, der Kreativität und des technologiegetriebenen Fortschritts noch nicht erreicht wurden.

Während die südostasiatische Nation Thailands eine tief verwurzelte Kultur der Kunst, Kreativität und technischen Improvisation aufweist, war die Macherbewegung in ihrer derzeitigen Form hier ein relativ neues Konzept.

Bis Ende 2014 waren in Thailands Hauptstadt Bangkok die ersten Handvoll Makerspaces in Betrieb. Seitdem haben viele mehr ihre Türen geöffnet.

Die ersten dieser Makerspaces waren das Home of Maker von Gravitech, FabCafe und Maker Zoo. Während beide unterschiedliche Schwerpunkte hatten, führten sie gemeinsam ein breites Spektrum an Veranstaltungen, Kollaborationen und Konzepten ein, die viele Hersteller nach Thailand lockten und auf eine solche Bewegung warteten.

Haus des Machers

Das von Dr. Sharnon „Pan“ Tulabadi gegründete Hauptaugenmerk von Home of Maker auf Hardware ist ein zentraler Bestandteil einer jetzt monatlich stattfindenden Veranstaltung namens MakerHolic (veranstaltet vom thailändischen IoT-Konsortium), die Herstellern aller Art dabei hilft, ihre neuesten Arbeiten untereinander zu zeigen der Öffentlichkeit sowie den Machern und Startups die Chance geben, stärker in potenzielle Kunden und Investoren einzusteigen.

Fotos wurden freundlicherweise von Brian Berletic zur Verfügung gestellt

Neben Home of Maker verfügt Gravitech über eine in Bangkok ansässige Fertigungsstätte namens RICH (Research and Development Electronic Creative Hub), die elektronische Leiterplatten produziert, testet und in Großserien produziert, testet und versendet. Dazu gehört auch der auf Arduino basierende Mikrocontroller von Gravitech, der Lambda. Die Einrichtung ist nicht nur eine Elektronikfabrik, sondern bietet eine Vielzahl von Optionen, die sich speziell an die Herstellergemeinschaft richten, um erfolgreiche Produkte und kleine Unternehmen zu fördern.

FabCafe

FabCafe wurde von Kalaya Kovidvisith zusammen mit den Mitbegründern Samustpon Tanapant und Chuta Sinthuphan gegründet und trägt dazu bei, viele der Fertigungstechnologien, die in den FabLabs des MIT zu finden sind, durch ein entspannteres Café-Format für die Allgemeinheit zugänglicher zu machen. Seit der Eröffnung veranstalten sie auch Workshops, Hackathons und Show-and-Tells, bei denen Macher und Techniker nicht nur aus ganz Thailand, sondern aus ganz Südostasien zusammenkommen.

Ein Beispiel dafür, wie FabCafe Menschen aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt, ist der FARM HACK-Event, ein zweitägiger Hackathon, der alle paar Monate stattfindet und Landwirte mit Designern, Herstellern und Ingenieuren zusammenbringt, um Prototypen für landwirtschaftliche Lösungen zu erstellen, die von IoT-Wetterstationen bis zu solarbetriebenen Systemen reichen automatisierte Bewässerungssysteme.

Maker Zoo

Maker Zoo hat begonnen, Start-ups mit Prototyping-Diensten und einem öffentlichen Maklerraum für Innovatoren und Unternehmer zu betreuen. Wie viele Makerspaces auf der ganzen Welt hat das Team talentierter Mitarbeiter letztendlich selbst etwas gebastelt und schließlich zu einem erfolgreichen Startup namens Event Pop weiterentwickelt, bei dem Eventtickets online verkauft wurden.

Ein anderes Mitglied des Maker Zoo-Teams, Chonticha Lermtong, begann eine fortlaufende Zusammenarbeit mit einem örtlichen Kinderkrankenhaus, um mit 3D-Design und 3D-Druck Prototypen herzustellen und Lösungen für Krankenschwestern, Ärzte und Techniker zu entwickeln. Ihre Medienplattform ProgressTH bietet viele dieser Designs online über Thingiverse an.

Weitere Makerspaces

Es gibt auch PINN Creative Space, der sich ursprünglich auf das Nähen von Kunst und Kunsthandwerk konzentrierte, jetzt aber auch persönliche Fertigungstechnologien wie 3D-Druck und Laserschneiden in seine Produkte, Dienstleistungen und Werkstätten integriert.

Der Chiang Mai Maker Club ist zwar nicht in Bangkok angesiedelt, seine Mitglieder, darunter auch der Gründer Dr. Panutat "Jimmy" Tejasen, sind in der Maker-Bewegung in Bangkok aktiv, organisieren Workshops, beteiligen sich an Open-Source-Hardware-Projekten und erweisen sich als kompetent Botschafter der gesamten thailändischen Herstellerbewegung.

Neben der Makergemeinschaft selbst gibt es eine wachsende Zahl von KMU, die sie bedienen. Dazu gehören Hersteller und Zulieferer von 3D-Druckern wie In2Real3D, SiamRepRap und ThaiRobo3D sowie Elektronikunternehmen wie ThaiEasyElec und INEX.

Und die Liste der Makspaces und der Unternehmen, die um sie herum auftauchen, nimmt weiter zu, darunter viel zu viele Einzelpersonen, Gruppen und Unternehmen, um sie in einer einzigen Liste zu nennen.

Der beste Weg, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie groß die Macherbewegung in Bangkok wird, ist die jährliche Bangkok Mini Maker Faire. Bangkoks Maker-Community, die zwei Jahre in Folge organisiert wurde, trifft sich, lädt viele ihrer Freunde aus ganz Asien ein und zeigt sich und die Öffentlichkeit ihre Projekte, Produkte und Ideen.

Mit Unterstützung des öffentlichen und privaten Sektors und der Kreativität von Tausenden von Einzelpersonen wird die Herstellergemeinschaft in Bangkok weiter wachsen. Und während sich die Maker-Bewegung in die thailändische Bildung einfügt, wird dieser Pool an Kreativität und Innovation nur noch weiter wachsen und in naher Zukunft viele weitere Macher wecken.

Was die wachsende Maker-Community in Bangkok für die Menschen in anderen Teilen der Welt bedeutet, ist, dass das, was die Leute in ihren Makerspaces tun, sehr lokal und persönlich wirkt, aber ihre Auswirkungen und ihr Einfluss können buchstäblich die ganze Welt erreichen und die Menschen inspirieren, die wir haben noch nie getroffen Hersteller, die in Bangkok auftauchen, bedeuten natürlich auch einen größeren Pool an Ideen und Kreativität, von denen alle anderen gemeinsam profitieren können. Und das ist die Schönheit der Macherbewegung. Je mehr Mitglieder beitreten, desto besser ist es für alle.

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